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Stahlbetondecke

Einachsig gespannte Decke über mehrere Wände: Die Wände darunter sind die Auflager, die Wände darüber Lasten. Reicht die Decke über die äußere Wand hinaus, entsteht ein Kragarm, etwa für einen Balkon. Aussparungen werden mit Zulagebewehrung und Warnungen berücksichtigt.

Was berechnet dieser Rechner? – Erklärung mit Beispiel

Was berechnet wird

Der Rechner bemisst eine einachsig gespannte Stahlbetondecke über mehrere Wände nach DIN EN 1992-1-1 mit Nationalem Anhang. Die Wände darunter sind die Auflager, Wände darüber wirken als Lasten, und ein Überstand über die Außenwand wird zum Kragarm, etwa für einen Balkon. Er rechnet Biegebewehrung unten und oben, Querkraft, Biegeschlankheit, Abheben, Mindestdicke und die kleinste ausreichende Deckendicke.

Wofür

Für Decken im Wohnungsbau mit Mittelwand und Balkon – zur Vorbemessung der Dicke und der Bewehrung und für die Auflagerkräfte, die an Wände und Sturz weitergehen.

Beispiel

Decke 20 cm, C25/30, auf Wänden bei 0,12 / 4,50 / 8,10 m, Balkon mit 1,50 m Auskragung, Ausbau 1,5 kN/m², Nutzlast 2,3 kN/m², Wände aus dem Obergeschoss als Linienlasten:

  • Stützweiten 4,38 m und 3,60 m, Kragarm 1,50 m
  • Bewehrung unten höchstens 2,89 cm²/m, oben über der Mittelwand 3,03 cm²/m
  • größte Auflagerkraft 69,2 kN/m; maßgebend ist die Biegeschlankheit des Kragarms (Ausnutzung 0,69)
  • Kleinste ausreichende Dicke 16 cm – für den Schallschutz sind im Wohnungsbau 18 bis 20 cm üblich
Datengrundlagen

Decke

L in Spannrichtung, B quer dazu.

Balkon im Freien: Expositionsklasse XC4/XF1, cnom oben etwa 40 mm, Beton mindestens C25/30.

Flächenlasten charakteristisch

Eigengewicht der Platte (25 kN/m³ · h) setzt der Rechner selbst an. Leichte Trennwände als Zuschlag in q (z. B. 1,5 + 0,8), schwere als Wand darüber. Balkone: Kategorie Z, 4,0 kN/m².

Wände darunter tragend, Auflager

x = Wandmitte ab linkem Deckenrand, t = Wanddicke. Liegt der Deckenrand mehr als 5 cm vor der Wand, ist der Überstand ein Kragarm.

Wände darüber Lasten, charakteristisch

Parallel zu den Wänden darunter, Last je Meter Wand. Wandgewicht = γ · d · h, etwa KS 18 kN/m³ · 0,175 m · 2,6 m ≈ 8,2 kN/m, dazu Lasten aus Geschossen darüber.

Aussparungen

Rechteck im Grundriss: x in Spannrichtung, y quer ab unterem Deckenrand.

Grundriss und Momente

Ergebnis

Nachweise

Berechnungsschritte

Nicht abgedeckt

  • Zweiachsig gespannte Platten, Wände quer zur Spannrichtung als Auflager, punktgestützte Decken, Durchstanzen
  • Große Aussparungen und Auswechslungen: nur Warnung und Zulage, kein Nachweis der Randstreifen
  • Rissbreite, Durchbiegung als Zahlenwert (nachgewiesen über die Biegeschlankheit), Schwingung
  • Thermische Trennung am Balkon (Isokorb o. ä.) nach Zulassung, Brandschutz, Schallschutz
  • Querkraftbewehrung, Verankerung und Stoß der Bewehrung, Einspannung in Wände
  • Horizontallast auf das Balkongeländer und Lastfall Anprall