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Einzelfundament

Punktfundament unter einer Stütze aus der Stützenlast auslegen: Grundfläche aus dem Sohlwiderstand, Höhe aus der Lastausbreitung (unbewehrt) oder aus Durchstanzen und Querkraft (bewehrt). Der Vorschlag lässt sich übernehmen und dann weiter anpassen.

Was berechnet dieser Rechner? – Erklärung mit Beispiel

Was berechnet wird

Der Rechner legt ein Einzelfundament unter einer Stütze aus. Er prüft die Sohlfuge nach DIN 1054 – Sohldruck mit einem Wert aus dem Baugrundgutachten oder aus den Tabellen der Norm, klaffende Fuge, Ausmitte in beiden Richtungen – und den Betonkörper nach DIN EN 1992-1-1: unbewehrt über die Lastausbreitung, bewehrt mit Biegung, Querkraft und Durchstanzen. Dazu schlägt er die kleinsten ausreichenden Abmessungen vor.

Wofür

Für Stützen unter Carports, Terrassenüberdachungen, Anbauten und Hallen, für Torpfosten und für jede Last, die punktförmig in den Boden geht.

Beispiel

Stütze 30 × 30 cm mit 400 kN ständiger und 200 kN veränderlicher Last, Sohlwiderstand laut Gutachten 300 kN/m², unbewehrtes Fundament aus C25/30:

  • gewählt 1,60 × 1,60 × 0,80 m: Vd = 1,35 · (400 + 51,2) + 1,5 · 200 = 909 kN
  • Sohldruck σE,d = 909 / (1,60 · 1,60) = 355 kN/m² > 300 kN/m² – nicht erfüllt
  • Vorschlag: 1,80 × 1,80 × 0,85 m, dann sind alle Nachweise erfüllt
Datengrundlagen

Stützenlast am Fundamentkopf, charakteristisch

Normalkraft

Moment und Horizontalkraft

Richtung a: Moment um die Achse parallel zu b, Horizontalkraft in Richtung a. Richtung b quer dazu. Beide zusammen ergeben eine Ausmitte in zwei Richtungen.

Moment in Richtung a

Horizontalkraft in Richtung a

Moment in Richtung b

Horizontalkraft in Richtung b

Stütze außermittig auf dem Fundament

Versatz der Stützenachse gegenüber der Mitte der Grundfläche, etwa beim Rand- oder Grenzfundament. Positiv verschiebt die Stütze zur Seite mit wachsendem a bzw. b.

Bei Stahlstützen mit Fußplatte die Abmessungen der Fußplatte.

Fundament

d = Sohle unter Gelände. Frostfrei in der Regel mindestens 0,8 m; je nach Bauort, etwa in Höhenlagen, kann eine größere frostfreie Tiefe nötig sein – im Zweifel beim Bauamt erfragen.

Baugrund

Bauort – für einen Blick in die geologischen Übersichtskarten

Auslegung

Schnitt

Ergebnis

Nachweise

Berechnungsschritte

Nicht abgedeckt

  • Setzungsberechnung, Grundbruch und Gleiten nach DIN 4017 und 4019 – das Tabellenverfahren deckt sie nur unter seinen Voraussetzungen ab
  • Zugkräfte (abhebende Lasten), Auftrieb
  • Rand- und Eckstützen beim Durchstanzen: der Rundschnitt wird am Fundamentrand gekappt, die pauschalen β nach 6.4.3 (6) sind nicht angesetzt
  • Durchstanzbewehrung und Nachweis der Druckstrebe vRd,max
  • Anschlussbewehrung der Stütze, Verankerung, Rissbreite
  • Nachbarfundamente, Fundamente an Böschungen oder neben Baugruben