Stahlstütze im Köcherfundament
Die Stütze steht in einer ausgesparten Hülse des Fundaments und wird nach dem Ausrichten vergossen – so ist sie ohne Ankerschrauben eingespannt. Der Rechner bestimmt die Einbindetiefe, die Pressungen aus der Einspannung, die Ringbewehrung der Köcherwände und die Grundfläche des Fundaments.
Was berechnet dieser Rechner? – Erklärung mit Beispiel
Was berechnet wird
Der Rechner weist eine Stahlstütze nach, die in einem glatten Köcher des Fundaments eingespannt ist, nach DIN EN 1992-1-1, 10.9.6: Einbindetiefe, Pressungen aus der Einspannung, Ringbewehrung der Köcherwände, Stütze an der Einspannstelle, Fußplatte, Durchstanzen der Köchersohle und die Sohlfuge. Er schlägt Einbindetiefe und Grundfläche vor.
Wofür
Für eingespannte Stützen ohne Ankerschrauben – etwa bei Hallen, Vordächern, Carports oder Werbeanlagen, wo die Stütze Horizontallasten und Momente in das Fundament abgeben muss.
Beispiel
HEB 200 aus S235 mit N = 150 + 80 kN, M = 10 + 45 kNm und V = 2 + 12 kN (ständig + veränderlich), Einbindetiefe 0,50 m, Köcherwände 20 cm, Fuge 75 mm:
- am Stützenfuß MEd = 81 kNm, VEd = 20,7 kN
- Einspannkräfte Ho = (81 + 20,7 · 0,9 · 0,50) / (0,8 · 0,50) = 226 kN, Hu = 226 − 21 = 205 kN
- Ringbewehrung je Seitenwand 2,60 cm², zum Beispiel 3 Ø 12
- mit 1,40 × 1,20 m ist der Sohldruck zu hoch (357 > 300 kN/m²); Vorschlag t = 0,45 m und Fundament 1,45 × 1,45 × 0,80 m