Mauerwerkswand
Steine, Mörtel und Gewicht einer gemauerten Wand mit Fenstern und Türen – und für jede Öffnung die Maße im Steinraster, bei denen kaum geschnitten werden muss.
Was berechnet dieser Rechner? – Erklärung mit Beispiel
Was berechnet wird
Aus Wandlänge, Wandhöhe und dem gewählten Steinformat zählt der Rechner die Steine über das Rastermaß des Steins (Länge plus Stoßfuge mal Schichthöhe), zieht die Öffnungen ab und schlägt Bruch und Verschnitt auf. Den Mörtel nimmt er aus Tafel 7.4 der Bautabellen (Normalmörtel je m² Wand, Dünnbettmörtel je m³ Mauerwerk), das Gewicht aus der Eigenlast des Mauerwerks nach Steinart und Rohdichteklasse.
Für jede Öffnung zeigt er dazu die nächstgelegenen Maße im Steinraster: eine Brüstung, die auf einer vollen Schicht endet, eine Breite, bei der in jeder zweiten Schicht die Steine an beiden Laibungen enden (dazwischen sitzt ein halber Stein), und eine Höhe, bei der der Sturz auf einer vollen Schicht liegt – dann wird nur noch über dem Sturz geschnitten.
Wofür
Für die Bestellung beim Rohbau, die Planung von Fenster- und Türöffnungen und als Anhalt für das Gewicht einer Wand, etwa auf einer Decke.
Beispiel
Wand 5,00 × 2,50 m, 24 cm aus Kalksandstein 2DF im Binderverband (115 × 240 × 113 mm), RDK 1,8, Normalmörtel, ein Fenster 1,00 × 1,30 m mit Brüstung 0,90 m, eine Tür 1,01 × 2,135 m, 5 % Zuschlag:
- Raster 125 × 125 mm, also 64 Steine je m²; Wandfläche ohne Öffnungen 9,04 m²
- 579 Steine rechnerisch, mit Zuschlag 608 Stück; Mauerwerk 2,17 m³
- Mörtel 55 l/m² für Lochsteine, für Vollsteine 15 % weniger: 9,04 · 46,8 = 423 l
- Gewicht 18 kN/m³ · 2,17 m³ = 39,1 kN, rund 4,0 t oder 797 kg je Meter Wand
- Fenster im Raster: Brüstung 0,875 m, Breite 1,010 m, Höhe 1,262 m, 0,990 m vom Wandende – statt etwa 22 Zuschnitten nur noch halbe Steine an den Laibungen