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Sturz über Öffnung

Lasten aus Mauerwerk, Decken und aufliegenden Balken ermitteln – mit oder ohne Entlastungsdreieck – und den Sturz als Stahlbeton-, Stahl- oder Holzträger nachweisen, einschließlich Auflagerpressung auf dem Mauerwerk.

Was berechnet dieser Rechner? – Erklärung mit Beispiel

Was berechnet wird

Der Rechner ermittelt die Lasten auf einem Sturz über einer Wandöffnung – mit oder ohne Entlastungsdreieck im Mauerwerk, mit Decken- und Einzellasten und ihrer Lastausbreitung – und weist ihn als Stahlbeton-, Stahl- oder Holzträger nach, einschließlich der Auflagerpressung auf dem Mauerwerk. Beim Stahlbeton kann er die Durchbiegung mit Kriechen und Schwinden abschätzen.

Wofür

Für neue Fenster- und Türöffnungen, beim Verbreitern einer Öffnung oder beim Durchbruch in einer tragenden Wand.

Beispiel

Öffnung 1,76 m licht in einer 24 cm dicken Kalksandsteinwand, Auflagertiefe 20 cm, Stahlbetonsturz 24/30 cm aus C25/30 mit 2 Ø 12, darüber eine Deckenlast von 10 kN/m ständig und 3 kN/m veränderlich sowie ein Balkenauflager mit 6 + 3 kN:

  • Stützweite l = 1,96 m; MEd = 15,9 kNm, VEd = 31,6 kN
  • Biegung: erforderlich 1,49 cm², vorhanden 2,26 cm² – Ausnutzung 0,66
  • Querkraft ohne Bügel: Ausnutzung 1,14 – nicht erfüllt; abhelfen würden Bügel oder ein höherer Sturz
  • Auflagerpressung auf dem Mauerwerk: Ausnutzung 0,23, erforderliche Auflagertiefe 115 mm
Datengrundlagen

Öffnung

Auflagertiefe je Seite; im Mauerwerk mindestens 11,5 cm, bei größeren Weiten mehr.

Sturz

× Ø

Die Durchbiegung ist über die Biegeschlankheit l/d nachgewiesen (DIN EN 1992-1-1, 7.4.2) – ohne Zahlenwert in Millimetern.

Wand über dem Sturz

Linienlasten charakteristisch

Decken, Dächer, Wände – je Meter Wandlänge, z = Höhe über Oberkante Sturz.

Einzellasten charakteristisch

Etwa ein aufliegender Balken oder Unterzug: x ab linkem Öffnungsrand, z über Sturz, c = Auflagerlänge.

Ansicht

Schnitt A–A

Ergebnis

Nachweise

Berechnungsschritte

Nicht abgedeckt

  • Fertigteilstürze nach Zulassung (Flachstürze mit Zuggurt und Übermauerung)
  • Biegedrillknicken beim Stahlsturz – vorausgesetzt ist ein durch das Mauerwerk gehaltener Druckgurt
  • Kippen beim Holzsturz
  • Durchbiegung beim Stahlbetonsturz: nachgewiesen über die Biegeschlankheit; die direkte Rechnung ist nur eine Näherung, das Schwinden darin ein Endwert für Zement N
  • Teilflächenpressung mit Erhöhungsfaktor, Auflagerplatten, Mauerwerksnachweis der Pfeiler
  • Gewölbeschub auf die Wand neben der Öffnung, Brandschutz